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10.08.2017

"Und wenn du gehst dann geht nur ein Teil von mir."


Veränderungen, sie gehören zum menschlichen Leben dazu. Wir brauchen sie wie die Luft zum Atmen. Manchmal sind sie schmerzhaft, aber manchmal können sie auch unglaublich befreiend sein. Wenn wir mal ehrlich sind, so würden wir ohne Veränderungen wohl noch immer in Höhlen hausen. Nichtsdestotrotz schiebe ich diesen Post schon eine ganze Weile, vermutlich sogar bereits Monate, vor mich her, weil es mir schlichtweg nicht leicht fiel, die richtigen Worte zu finden.

Als ich im Oktober 2009 mit dem Bloggen anfing, hatte ich keine Ahnung, was mal daraus werden wird. Wir posteten Outfitbilder von uns, aufgenommen in Spiegeln, und schrieben so ziemlich alles auf unseren Blogs nieder, was uns mal für 5 Minuten bewegte. Stress mit dem Boyfriend? Her damit. Du hattest heute Bananen mit Nutella, das Bild dazu ist verpixelt und nicht sonderlich ansehnlich? Egal.

Nur wenige Jahre später setze man immer mehr auf Qualität. Blogger wurden plötzlich wertgeschätzt statt nur belächelt. Besuche der Berliner Fashion Week und anderer Events standen auf den To Do Listen. Wenn du das einige Male mitgemacht hast, dann weißt du, was passiert, wenn Menschen auf Partys zu dritt oder viert auf heruntergekommenen Klos verschwinden oder dass sich deutsche Z-Promis oftmals für Kim. K. halten.

Acht Jahre später geht das ganze Business noch sehr viel weiter. Nur einige nette Samples? Ab und an mal ein paar Euro für eine Verlinkung? Das war einmal. Immer mehr Influencer - wie man sie ja heute nennt - strömen auf den Markt und wer nicht aufpasst, der geht in dieser Strömung unter. Bloggen, das ist heute mehr als nur ein Post pro Woche. Das sind wunderschöne Bilder auf Instagram, das Füttern der Stories mit interessantem Content. Große Kooperationen.

Ich musste mir schon vor einiger Zeit eingestehen, dass ich da nicht mehr mithalten kann und es auch gar nicht mehr möchte. Das virtuelle Dasein ist so rasant, dass man manchmal nur noch von diesem Zug abspringen kann. Das klingt vielleicht zunächst traurig, doch das ist vollkommen in Ordnung. Bloggen, das war für mich immer vor allem ein Hobby. Ich habe mein Baby damals gestartet, weil ich es schon immer geliebt habe zu schreiben und nach einem Ort suchte, an dem ich meine Gedanken teilen, ihnen Freiraum geben konnte. Goodiebags, Events, Gratisklamotten? Ein großartiger Nebeneffekt. 

Ich bin durch und mit dem Blog erwachsen geworden und ich bin so unglaublich dankbar für alles, was ich in den letzten Jahren erleben durfte. Für jeden Einblick hinter die Kulissen, jeden einzelnen Kommentar von euch. Niemals hätte ich 2009 gedacht, dass ich über meinen Blog Menschen kennenlernen würde, mit denen mich nun seit Jahren eine tolle Freundschaft mit wunderbaren Erinnerungen verbindet. Natürlich wird meine Liebe zum Schreiben und auch die zur Mode immer bleiben, doch es gibt Dinge, die mir mittlerweile wichtiger sind, als der Druck ein neues Outfit zu shooten oder eine Kolumne zu liefern, die weit entfernt von 0815 ist. 

Um es an dieser Stelle letztlich mal ganz frei nach dem Poeten Oli P. zu sagen: Es geht mit dem Blog nur ein Teil von mir und der Rest bleibt euch auf Instagram und Twitter (@janaw_) erhalten. Das muss kein Abschied für immer sein und wir werden sehen, was die Zukunft so bringt. 

1 Kommentar:

  1. Hallo liebe Jana,
    ich habe deinen Blog geliebt und war fast von der ersten Stunde an mit dabei. Ich finde deine Entscheidung toll und bewundernswert.
    Folge dir jetzt auf Twitter, damit ich es auch ja mitbekomme, falls du doch mal wieder etwas schreiben solltest :D
    Wünsche dir eine super Woche.
    Elizzy
    www.elizzy-lovelylife.blogspot.com

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